Die FDP verzeichnet neuen Zuspruch. In Garbsen will Bürgermeisterkandidat Marvin Bartsch diesen Schwung für eine Politik der liberalen Mitte nutzen: sachlich, wirtschaftlich vernünftig und nah am Alltag der Menschen.
Die FDP sieht in Garbsen viel Potenzial. In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern wird jedoch immer wieder deutlich: Nicht alles läuft rund. Entscheidungen dauern zu lange, steigende Kosten belasten viele Menschen und die Infrastruktur hält mit den wachsenden Anforderungen nicht immer Schritt. Viele wünschen sich deshalb mehr Umsetzung und weniger Bürokratie.
Nach der Wahl von Wolfgang Kubicki zum
FDP-Bundesvorsitzenden berichten Medien über steigende Mitgliederzahlen und
neue Aufmerksamkeit für liberale Politik. Auch die FDP Garbsen spürt dieses
Interesse und begrüßt neue Mitglieder. Für sie ist der neue Zuspruch vor allem
ein Auftrag, vor Ort klar, freiheitlich und wirtschaftlich vernünftig zu
handeln.
Für diese Linie steht Marvin Bartsch. Der 37-jährige
Ingenieur lebt in Altgarbsen und engagiert sich seit rund zwei Jahren in der
FDP. Er versteht sich nicht als Berufspolitiker, sondern als jemand, der
Verwaltung, Rat und Bürgerschaft stärker zusammenbringen möchte. Sein Anspruch:
Nicht der Beschluss allein darf im Mittelpunkt stehen, sondern seine Umsetzung
und die Frage, ob er den Menschen tatsächlich hilft.
„Garbsen kann die großen Aufgaben der Zukunft meistern“,
sagt Bartsch. „Dafür müssen wir ehrlich rechnen, schneller entscheiden und den
Menschen mehr zutrauen. Eine bezahlbare Zukunft entsteht nicht durch immer neue
Versprechen, sondern durch klare Prioritäten, solide Finanzen und eine
verlässliche Umsetzung.“
Investitionen müssten sich an ihrem Nutzen orientieren,
realistisch geplant und transparent dargestellt werden. Zugleich dürfe Garbsen
notwendige Vorhaben nicht aufschieben. „Wir müssen genau hinschauen, was wir
uns leisten können, welche Projekte Priorität haben und wie wir sie effizient
umsetzen. Handlungsfähigkeit und solide Finanzen gehören zusammen.“
Dieser Anspruch an Effizienz gilt für Bartsch auch in der
täglichen Arbeit der Verwaltung. Digitalisierung darf für ihn keine Fassade
sein. „Ein Formular im Internet hilft wenig, wenn es anschließend ausgedruckt,
weitergereicht und mehrfach geprüft wird.“ Gemeinsam mit der FDP Garbsen will
er durchgängige digitale Verfahren schaffen und unnötige Arbeitsschritte
abbauen.
Für Bartsch ist das kein abstraktes Thema. Bei der
Beantragung eines neuen Personalausweises sollte er wegen seiner Eheschließung
in Polen neben der übersetzten Eheurkunde und seinem bisherigen Ausweis
zusätzlich seine Geburtsurkunde vorlegen. „Als Begründung wurde mir sinngemäß
gesagt, dass eine Übersetzung fehlerhaft sein könne und man sich bei der
letzten Ausweisstellung vielleicht auch geirrt habe“, berichtet Bartsch. „So
entsteht Verwaltung aus Misstrauen. Moderne Verwaltung muss aber Vertrauen
ermöglichen, Daten sinnvoll nutzen und Verfahren so digital denken, dass Unternehmen
sowie Bürgerinnen und Bürger nicht immer wieder dieselben Nachweise erbringen
müssen.“
Auch Vereine und Ehrenamt brauchen nach Überzeugung der FDP
Garbsen ein Rathaus, das ermöglicht. Wer ein Fest organisiert, Kinder
trainiert, Kultur auf die Beine stellt oder Jugendarbeit macht, darf nicht an
unnötiger Bürokratie verzweifeln. „Wenn Vereine immer häufiger Unterstützung
brauchen, weil Bürokratie, Auflagen und steigende Anforderungen den Ehrenamtlichen
das Leben schwer machen, dann ist das ein falscher Trend“, sagt Bartsch.
Für Bartsch ist der neue Zuspruch für die FDP deshalb
weniger ein Blick nach Berlin als ein Auftrag vor Ort. Entscheidend sei, ob
Politik in Garbsen spürbare Verbesserungen erreicht, die Stadt handlungsfähig
bleibt und sich die Menschen das Leben vor Ort auch in Zukunft leisten können.