FDP Garbsen

Bau-Turbo beschlossen: FDP fordert mehr Spielraum für kleinere Wohnungsbauprojekte

Die FDP Garbsen begrüßt ausdrücklich, dass sich die Stadt grundsätzlich für die Nutzung der neuen Möglichkeiten des Bau-Turbos entschieden hat. Schnellere Verfahren und mehr Flexibilität im Planungsrecht können einen wichtigen Beitrag leisten, zusätzlichen Wohnraum in Garbsen zu schaffen.

Kritisch sehen wir jedoch die nun beschlossene konkrete Ausgestaltung. Der Grundsatzbeschluss verbindet die neuen planungsrechtlichen Möglichkeiten mit zusätzlichen kommunalen Anforderungen. Damit besteht die Gefahr, dass ein Teil der durch den Bau-Turbo gewonnenen Flexibilität durch neue Vorgaben wieder verloren geht.

Besonders kleinere Wohnungsbauprojekte können davon betroffen sein. Bereits ab acht Wohneinheiten greifen unter anderem die Sozialquote und die Pflicht zu einem qualifizierten Freiflächengestaltungsplan. Hinzu kommen weitere vertragliche Bindungen. Gerade für kleinere private oder mittelständische Investoren kann dieser zusätzliche Planungs- und Verwaltungsaufwand, z.B. durch die so notwendige Beantragung von staatlichen Förderungen, eine erhebliche Hürde darstellen.

„Der Bau-Turbo ist richtig und notwendig. Aber ein Beschleunigungsgesetz entfaltet seine Wirkung nur dann, wenn wir die neu gewonnenen Freiräume nicht sofort wieder mit zusätzlichen kommunalen Hürden füllen“, erklärt Marvin Bartsch.

Die FDP Garbsen wird sich deshalb dafür einsetzen, die praktische Anwendung des Beschlusses kritisch zu begleiten und dort nachzusteuern, wo sich Vorgaben als unverhältnismäßig oder als Hemmnis für neue Wohnungsbauprojekte erweisen. Dabei sollten Wirtschaftlichkeit, Größe und Besonderheiten des jeweiligen Vorhabens stärker berücksichtigt werden.

„Wir brauchen für mehr Wohnraum nicht nur große Projektentwickler. Auch private und mittelständische Investoren leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohnungsmarkt. Wenn wir gerade kleinere Projekte unnötig erschweren, lassen wir Potenziale für zusätzlichen und bezahlbaren Wohnraum liegen“, so Bartsch.